AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich
1.1 Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen
Sabine Fleißner
Heilpraktikerin für Psychotherapie (nach dem Heilpraktikergesetz)
Praxis „Zitronen des Lebens“
Vischerstr. 9
63739 Aschaffenburg
E-Mail: kontakt@sabinefleissner.com
– nachfolgend „Anbieterin“ –
und ihren Klient*innen/Kund*innen – nachfolgend „Kund*innen“ – über Beratungen, Behandlungen, Coaching-Leistungen, Kurse, Gruppenangebote, Online-Angebote sowie sonstige Dienstleistungen, die über die Website der Anbieterin angebahnt oder gebucht werden oder direkt in der Praxis vereinbart werden.
1.2 Abweichende Geschäftsbedingungen der Kund*innen finden keine Anwendung, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
2. Anbieterin / berufsrechtliche Hinweise
2.1 Die Anbieterin ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, erteilt durch das zuständige Gesundheitsamt Aschaffenburg auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes und der 1. Durchführungsverordnung.
2.2 Die Tätigkeit der Anbieterin basiert auf den jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen für Heilpraktiker*innen und den allgemein anerkannten fachlichen Standards innerhalb ihres Arbeitsfeldes.
2.3 Die Anbieterin übt ihre Tätigkeit freiberuflich aus. Eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung findet in der Regel nicht statt. Die Kostenerstattung durch private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen liegt im Verantwortungsbereich der Kund*innen. Die Anbieterin erteilt auf Wunsch eine Rechnung zur eigenständigen Einreichung.
3. Vertragsgegenstand
3.1 Die Anbieterin bietet insbesondere folgende Leistungen an (Beispiele):
– psychotherapeutische Heilbehandlungen im Rahmen des Heilpraktikergesetzes
– psychosomatik-orientierte Beratung und Begleitung
– Einzelbegleitung / Coaching zu Themen der inneren Führung, Resilienz, Verlustbewältigung u. Ä.
– systemische Aufstellungen (Einzel- und Gruppensettings)
– Kurse, Gruppenangebote, Workshops, Seminare (online und in Präsenz)
– Online-Beratungen (z. B. per Video, Telefon)
3.2 Die genaue Leistung, Dauer, Inhalte und Vergütung ergeben sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung auf der Website, aus Aushängen in der Praxis, dem individuellen Angebot oder aus der im Vorfeld getroffenen Vereinbarung.
3.3 Ein bestimmter Erfolg (z. B. Heilung, Symptomfreiheit, Erreichen eines bestimmten Lebens- oder Berufsziels) wird ausdrücklich nicht geschuldet. Die Anbieterin schuldet eine fachlich sorgfältige Leistung, jedoch keinen Erfolg im rechtlichen Sinne.
4. Vertragsschluss
4.1 Die Darstellungen der Leistungen auf der Website sowie sonstige Beschreibungen in Flyern, Social-Media-Beiträgen oder Informationsunterlagen stellen kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme bzw. zur Abgabe eines Angebots durch die Kund*innen.
4.2 Ein Vertrag kommt in der Regel wie folgt zustande:
– Die Kund*innen nehmen telefonisch oder per E-Mail Kontakt auf oder
– die Kund*innen melden sich für ein Angebot (z. B. Kurs, Workshop, Aufstellungstag) an.
Die Anbieterin bestätigt den Termin bzw. das Angebot per E-Mail, schriftlich oder mündlich. Mit dieser Bestätigung kommt der Vertrag zustande.
4.3 Bei Online-Kursen oder digitalen Angeboten kann der Vertrag durch Anmeldung über ein entsprechendes Buchungssystem zustande kommen. Die Details (Preis, Zahlungsweise, Teilnahmebedingungen) ergeben sich aus der jeweiligen Angebotsbeschreibung.
5. Honorar / Preise / Zahlungsbedingungen
5.1 Es gelten die jeweils aktuellen Preise, die auf der Website der Anbieterin, in der Praxis oder im individuellen Angebot angegeben sind.
5.2 Soweit nicht anders angegeben, verstehen sich alle Preise in Euro. Leistungen als Heilpraktikerin im Sinne von § 4 Nr. 14 UStG sind in der Regel von der Umsatzsteuer befreit. Für nicht heilkundliche Leistungen (insbesondere bestimmte Coaching-, Kurs- und Seminarangebote), die nicht unter diese Befreiung fallen, wird – sofern eine Steuerpflicht besteht – die gesetzliche Umsatzsteuer erhoben. Ob im Einzelfall Umsatzsteuer anfällt, ergibt sich aus der jeweiligen Leistungsbeschreibung bzw. der Rechnung.
5.3 Das Honorar für Einzelsitzungen ist in der Regel direkt im Anschluss an die Sitzung in bar oder nach Vereinbarung per Überweisung innerhalb von 7 Tagen zu begleichen.
5.4 Bei Kursen, Gruppenangeboten, Aufstellungstagen, Workshops etc. ist die Teilnahmegebühr, sofern nicht anders vereinbart, vor Beginn der Veranstaltung fällig. Die Rechnung wird in der Regel per E-Mail übermittelt.
5.5 Gerät ein*e Kund*in in Zahlungsverzug, ist die Anbieterin berechtigt, gesetzliche Verzugszinsen und angemessene Mahngebühren zu berechnen.
6. Termine, Absage, Ausfallhonorar
6.1 Vereinbarte Termine sind verbindlich. Die Kund*innen verpflichten sich, Termine nur aus wichtigem Grund abzusagen oder zu verlegen.
6.2 Absagefrist für Einzelsitzungen:
Eine kostenfreie Absage ist bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin möglich.
Bei späteren Absagen oder Nichterscheinen ohne Absage kann die Anbieterin ein Ausfallhonorar in Höhe des vereinbarten Sitzungshonorars berechnen. Ein Anspruch auf Ersatzleistung besteht in diesem Fall nicht.
6.3 Die Absage hat telefonisch oder per E-Mail zu erfolgen. Maßgeblich ist der rechtzeitige Zugang bei der Anbieterin.
6.4 Absage von Kursen/Workshops durch Kund*innen:
– bis 14 Tage vor Beginn: kostenfreie Stornierung möglich
– ab 14 bis 7 Tage vor Beginn: 50 % der Teilnahmegebühr fällig
– ab 7 Tage vor Beginn oder bei Nichterscheinen: 100 % der Teilnahmegebühr fällig
Es kann nach Absprache eine Ersatzperson gestellt werden.
6.5 Absage durch die Anbieterin:
Die Anbieterin behält sich vor, Termine oder Veranstaltungen aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, höhere Gewalt, zu geringe Teilnehmerzahl) abzusagen oder zu verschieben. Bereits gezahlte Teilnahmegebühren werden in diesem Fall vollständig zurückerstattet oder auf einen Ersatztermin angerechnet. Weitergehende Ansprüche (z. B. Reisekosten, Verdienstausfall) sind ausgeschlossen.
7. Teilnahmevoraussetzungen / Eigenverantwortung der Kund*innen
7.1 Die Inanspruchnahme von Leistungen erfolgt in eigener Verantwortung der Kund*innen. Voraussetzung ist eine ausreichende psychische und physische Belastbarkeit.
7.2 Die Anbieterin arbeitet nicht als Ärztin oder Psychiaterin und stellt keine ärztlichen Diagnosen. Bestehende medizinische oder psychiatrische Behandlungen sollen nicht ohne Rücksprache mit den behandelnden Ärzt*innen oder Therapeut*innen abgebrochen oder verändert werden.
7.3 Die Kund*innen sind verpflichtet, die Anbieterin vor Beginn und im Verlauf der Zusammenarbeit über
– bestehende körperliche Erkrankungen,
– psychiatrische Diagnosen,
– laufende medikamentöse Behandlungen,
– akute Krisen (z. B. Suizidalität)
wahrheitsgemäß zu informieren.
7.4 Die Angebote der Anbieterin ersetzen keine akut notwendige medizinische oder psychiatrische Behandlung. In akuten Krisensituationen (z. B. akute Suizidalität, schwere psychotische Symptome) haben die Kund*innen sich unverzüglich an den Notruf, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder eine geeignete Klinik/Ambulanz zu wenden.
7.5 Die Kund*innen entscheiden jederzeit selbst, welche Vorschläge, Übungen und Methoden sie annehmen oder umsetzen wollen. Sie tragen die volle Verantwortung für ihr Handeln vor, während und nach den Sitzungen, Kursen oder Veranstaltungen.
8. Besondere Hinweise zu Online-Angeboten
8.1 Bei Online-Beratungen, -Coachings, -Gruppen oder -Kursen sind die Kund*innen selbst dafür verantwortlich, dass
– eine stabile Internetverbindung,
– ein geeignetes Endgerät sowie
– eine ruhige, ungestörte Umgebung
zur Verfügung stehen.
8.2 Technische Störungen auf Seiten der Kund*innen, die die Teilnahme verhindern oder einschränken, berechtigen grundsätzlich nicht zur Rückerstattung der Teilnahmegebühr.
8.3 Die Anbieterin kann gängige Videokonferenz- oder Kommunikationsdienste (z. B. Zoom, Jitsi, Telefon) nutzen. Einzelheiten und datenschutzrechtliche Hinweise ergeben sich aus der Datenschutzerklärung sowie den Datenschutzhinweisen der jeweiligen Dienstanbieter.
9. Urheberrecht / Aufzeichnungen
9.1 Alle von der Anbieterin zur Verfügung gestellten Inhalte (z. B. Arbeitsblätter, Skripte, Audio- oder Videoaufnahmen, Präsentationen, Texte) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne ausdrückliche Zustimmung der Anbieterin nicht vervielfältigt, verbreitet, weitergegeben oder öffentlich zugänglich gemacht werden.
9.2 Das Aufzeichnen von Sitzungen, Gruppen oder Kursen (Audio oder Video) durch Kund*innen ist nicht gestattet, es sei denn, die Anbieterin hat ausdrücklich und in Textform zugestimmt.
9.3 Die Anbieterin darf zu Dokumentationszwecken Notizen anfertigen. Eine weitergehende Aufzeichnung (z. B. Audioaufnahmen) erfolgt nur mit ausdrücklicher, vorheriger Einwilligung der Kund*innen.
10. Haftung
10.1 Die Anbieterin haftet für Schäden der Kund*innen nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Für einfache Fahrlässigkeit haftet sie nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
10.2 Eine Haftung für einfache Fahrlässigkeit bei der Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten ist ausgeschlossen.
10.3 Die Anbieterin übernimmt keine Haftung für
– persönliche Gegenstände der Kund*innen in den Praxisräumen oder an Veranstaltungsorten,
– Schäden, die durch unsachgemäße Umsetzung von Übungen oder Empfehlungen außerhalb der Sitzungen entstehen,
– indirekte Schäden oder Folgeschäden (z. B. entgangener Gewinn, berufliche Konsequenzen).
10.4 Die gesetzliche Haftung bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit bleibt unberührt.
11. Datenschutz
11.1 Die Erhebung, Verarbeitung und Speicherung personenbezogener Daten erfolgt nach den Bestimmungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).
11.2 Näheres ergibt sich aus der Datenschutzerklärung, die auf der Website der Anbieterin abrufbar ist. Diese ist Bestandteil des Vertragsverhältnisses.
12. Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen (Verbraucher*innen)
12.1 Sofern Kund*innen Verbraucher*innen im Sinne des § 13 BGB sind und der Vertrag ausschließlich unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln (z. B. E-Mail, Online-Anmeldung, Telefon) geschlossen wurde, steht ihnen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu.
12.2 Die Bedingungen, Fristen und Rechtsfolgen des Widerrufs ergeben sich aus der separaten Widerrufsbelehrung, die den Kund*innen im Rahmen des Vertragsschlusses zur Verfügung gestellt wird (z. B. per E-Mail oder als Download auf der Website).
12.3 Das Widerrufsrecht kann unter bestimmten Voraussetzungen vorzeitig erlöschen, z. B. wenn die Anbieterin die Leistung vollständig erbracht hat, nachdem die Kund*innen ausdrücklich zugestimmt haben, dass mit der Ausführung der Dienstleistung vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird und sie ihre Kenntnis vom Erlöschen des Widerrufsrechts bestätigt haben.
13. Vertraulichkeit
13.1 Die Anbieterin verpflichtet sich, über alle persönlichen Informationen und Inhalte aus Sitzungen, Kursen und sonstigen Kontakten stillschweigend zu bewahren und sie Dritten nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Kund*innen zugänglich zu machen.
13.2 Gesetzliche Auskunftspflichten (z. B. bei bestimmten schweren Straftaten oder akuten Gefährdungslagen) bleiben unberührt.
14. Schlussbestimmungen
14.1 Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
14.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist – soweit rechtlich zulässig – der Sitz der Anbieterin.
14.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige rechtlich zulässige Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für etwaige Regelungslücken.
14.4 Änderungen oder Ergänzungen des Vertragsverhältnisses sowie dieser AGB bedürfen grundsätzlich der Textform (z. B. E-Mail), soweit nicht gesetzlich eine strengere Form vorgeschrieben ist.
