7 Inseln nach Verlust – Zwischen Ufer und Wellen
Online-Workshop-Reihe | für mehr Klarheit, Orientierung und Versöhnlichkeit
Trauer nach Verlust fühlt sich oft an wie Wellen. Manchmal tragen sie dich, und manchmal treiben sie dich einfach nur.
Die Reihe richtet sich an Verluste aller Art, und dafür muss nicht unbedingt ein Mensch gestorben sein.
Gemeint sind zum Beispiel Trennung, Krankheit, der Verlust von Sicherheit oder Heimat sowie Brüche im Lebensentwurf oder in Zukunftsplänen.
7 Termine à 90 Minuten | hat begonnen
Worum es in der Reihe geht
In meinem Bild gibt es 7 Inseln: Orientierungspunkte, an denen du anlegen, ausruhen und wieder Boden unter den Füßen spüren kannst. Jede Insel steht für eine typische innere Erfahrung nach Verlust und zugleich für eine Ressource, die dich in dieser Phase trägt
Was du praktisch mitnimmst
Du gehst aus jedem Abend mit einem klaren Satz und einem kleinen Anker für deinen Alltag heraus. So entsteht Schritt für Schritt wieder Halt und Orientierung, damit du dich innerlich sortieren kannst und Stabilität zurückgewinnst. Versöhnlichkeit heißt dabei nicht „gut finden“, sondern dem Geschehenen einen Platz zu geben.
Termine
7 Abende, wöchentlich mittwochs
Uhrzeit: 17:00–18:30 Uhr
Termine: 04.02. • 11.02. • 18.02. • 25.02. • 04.03. • 11.03. • 18.03. (jeweils Mittwoch)
Format: Online (Zugangsdaten nach Anmeldung)
Gruppengröße: 6–10 Personen
Für wen ist die Reihe gedacht?
Für dich, wenn du einen Verlust erlebst und merkst: In mir ist etwas verloren gegangen, aber ich finde noch keine klare Orientierung.
Das kann ein Todesfall sein.
Es kann auch eine Trennung, eine Diagnose, der Verlust von Sicherheit, ein Bruch im Lebensentwurf oder ein Abschied sein, der nachwirkt. Auch die Corona-Zeit mit ihren Herausforderungen und Folgen kann (noch) als Verlust der Lebensqualität wirken.
Dein Gefühl wirkt – bewusst oder unbewusst – und es ist oft ein innerer Steuermann. Deshalb geben wir ihm in dieser Reihe ein Boot der Orientierung.
Die 7 Inseln
Insel der Verleugnung
„Nicht-wahrhaben-wollen“,
Schutz durch Betäubung und dosiertes Begreifen, damit langsames Ankommen möglich wird,
„Das kann nicht sein.“
Insel der Wut
Kraft, Grenze, Würde, ein sicherer Ausdruck für das, was zu viel ist,
„Das ist nicht fair!“
Insel der Verhandlung
Wenn-dann-Gedanken, Kontrolle suchen, der Wunsch, etwas rückgängig zu machen,
„Hätte ich nur … dann wär es bestimmt nicht passiert.“
Insel der Trauer-Depression
tiefe Traurigkeit, Rückzug, Stillwerden, Kräfte sammeln, das Tempo darf langsamer werden,
„Ich darf still werden und Kraft sammeln.“
Insel der Schuldgefühle
Sortieren, einordnen, entlasten, ohne Selbstverurteilung,
„Ich sortiere: Verantwortung oder Schuld.“
Insel des Chaos
Widersprüche halten, Orientierung verlieren dürfen, Stabilisierung vor Lösung,
„Ich weiß gerade nicht mehr, wer ich bin.“
Insel der Versöhnlichkeit
Integration, Weiterleben, ohne kleinzureden, damit innerer Frieden wieder möglich wird,
„Das Geschehene bekommt einen Platz in meiner Geschichte.“
So laufen die Abende ab
- Ankommen und kurzer Check-in
- Einordnung der Insel: Was ist daran „normal“, und was bedeutet das für dich?
- Eine kurze, alltagstaugliche Übung (Körper, Gefühl, Orientierung)
- Reflexion, und optional Austausch
- Abschluss: ein Satz und ein kleiner Anker für die Woche
Wichtig:
Dieses Angebot ist eine psychoedukative Workshop-Reihe (Wissen, Orientierung, Übungen für den Alltag). Es handelt sich nicht um Psychotherapie im Sinne einer Behandlung psychischer Störungen mit Krankheitswert. Es ersetzt keine medizinische Abklärung, Diagnostik oder Therapie. Bei akuten Krisen ist dieses Format nicht geeignet – bitte wende dich an die Akuthilfe.
Preis & Anmeldung
Gesamtpreis für alle 7 Termine: 150€
(Die Reihe gehört zusammen, deshalb gibt es sie nur als Paket.)
Anmeldung: per E-Mail oder Telefon. Danach bekommst du alle Infos und den Online-Link.
Rahmen
Die Termine werden nicht aufgezeichnet. Vertraulichkeit in der Gruppe ist verbindlich und ich bitte um einen Namen im Profil, damit ich dich der Anmeldung zuordnen kann.
Optional: Vor Ort
Wenn du Interesse an einem Vor-Ort-Angebot im Raum Aschaffenburg/Frankfurt hast, sag mir kurz per E-Mail oder Telefon Bescheid. Ich sammle Interessenten und melde mich, sobald ein Termin steht.
Häufige Fragen (FAQ)
Was zählt alles als Verlust – muss jemand gestorben sein?
Die Reihe ist für Verluste aller Art, denn Verlust ist mehr als ein Todesfall. Gemeint sind auch Trennung, Krankheit, Verlust von Sicherheit, Heimat, Lebensentwurf, Lebensqualität, Arbeitsplatz, Status, Freundschaften oder Zukunftsplänen. Viele Menschen haben bereits Verluste erlebt, ohne sie so zu benennen. Wir werden im Leben weitere Verluste erleben, deshalb ist Orientierung so wertvoll.
Was bringt mir die Reihe konkret?
Du bekommst Orientierung, und du lernst typische Reaktionen einzuordnen, damit du dich im Alltag weniger ausgeliefert fühlst. Du wirst überrascht sein, denn manche Beobachtung hast du vorher gar nicht einer Trauereaktion zugeordnet. Ziel ist mehr innere Klarheit, mehr Halt und ein verlässlicherer Alltag – ohne das Geschehene kleinzureden.
Was ist das Ergebnis nach 7 Abenden?
Du kannst besser erkennen, wo du gerade stehst, was dich triggert und was dir hilft. Du entwickelst deine innere Landkarte, so dass du dich schneller sortieren kannst. Viele erleben dadurch mehr Selbstführung, weniger inneres Chaos und mehr Fähigkeit, wieder handlungsfähig zu werden.
Ist die Reihe auch sinnvoll, wenn ich gar nicht „so viel Trauer“ fühle?
Ja. Manchmal zeigt sich Verlust nicht als Weinen, sondern als Funktionieren, Reizbarkeit, Rückzug, innere Unruhe, Schuld, Leere oder Müdigkeit. Die Reihe hilft dir, das einzuordnen – auch wenn es dir (noch) nicht als Trauer bewusst ist.
Hilft mir das auch, andere besser zu verstehen?
Ja. Wenn Menschen in deinem Umfeld viel verloren haben, können sie zeitweise gereizt, unlogisch, verschlossen oder „unerträglich“ wirken. Die Reihe hilft dir zu verstehen, was dahinterstehen kann – und wie du gleichzeitig mitfühlend und klar bleiben kannst.
Muss ich etwas erzählen oder aktiv mitmachen?
Nein. Du entscheidest, wie aktiv du bist. Du kannst zuhören, für dich mitschreiben und nur teilen, wenn es stimmig ist. Die Übungen sind kurz und alltagstauglich. Du kannst jederzeit aussetzen.
Gibt es Austausch? Und wie ist das mit der Kamera?
Austausch ist möglich, aber nur so weit, wie es für dich stimmig ist. „Kamera an“ ist erwünscht, weil es das Miteinander unterstützt. Wenn es dir an einem Abend nicht gut damit geht, kannst du sie selbstverständlich auch zeitweise auslassen.
Ist das Therapie? Was, wenn es mir akut schlecht geht?
Das Format ist psychoedukativ (Wissen, Orientierung, Übungen für den Alltag), deshalb ist es keine Psychotherapie und ersetzt keine Behandlung. Bei akuten Krisen ist dieses Format nicht geeignet.
